Wie wirken Medikamente gegen erektile Dysfunktion?

Das Bekommen einer Erektion ist ein komplexer Ablauf von Ereignissen. Aber im Kern dreht sich bei Erektionen alles um die Durchblutung. Medikamente gegen erektile Dysfunktion wirken, indem sie den chemischen Prozess stören, der das Blut einen erigierten Penis verlassen lässt. Mittel gegen Erektionsstörungen wie Viagra, Cialis und Levitra sind Teil einer Familie von Medikamenten, die als PDE-5-Hemmer bezeichnet werden.

PDE-5: Der “Aus-Schalter” Ihrer Erektion

Wenn ein Mann erregt wird, setzt sein Gehirn Chemikalien frei, die Arterien entspannen und Venen im Penis verengen. Dadurch gelangt mehr Blut in den Penis, als herausfließt. Das Ergebnis ist eine Erektion. Erektionen würden für immer andauern – und das wäre schlimm -, wenn Ihr Körper nicht den normalen Blutfluss zum Penis wiederherstellen würde. Phosphodiesterase-Enzyme (PDE-5) bringen den Penis wieder in den Normalzustand, indem sie die Venen im Penis entspannen, die Erektion im Wesentlichen “abschalten” und das Blut aus dem Penis fließen lassen.

Ein erigierter Penis enthält bis zu 8x die normale Menge an Blutfluss. Bei gesunden Männern sind Erektionen und PDE-5-Enzyme in Harmonie. Erektionen dauern lange genug für “befriedigenden” Sex, dann verschwinden sie, damit der normale Blutfluss wieder aufgenommen werden kann. Aber wenn das Gleichgewicht des PDE-5 ausgeschaltet ist, ist das Ergebnis entweder Erektionsstörung oder Priapismus.

  • Zu viel PDE-5 – Kann zu weichen Erektionen oder Schwierigkeiten bei der Erektion generell führen.
  • Nicht genug PDE-5 – Kann Erektionen verursachen, die länger als 4 Stunden andauern (Priapismus).

ED-Medikamente wirken, indem sie PDE-5 daran hindern, Ihre Erektion zu beenden. ED-Medikamente wie Cialis und Viagra tippen das chemische Gleichgewicht zugunsten Ihrer Erektion. Deshalb nennen die Ärzte ED-Medikamente “Phosphodiesterase-Hemmer” (kurz PDE-5-Hemmer).

Dr-Caroline-Fontana

Dr. Caroline Fontana

Expertin für Erektionsstörungen bei 121doc.de

Dr. Caroline Fontana machte ihren Doktor im Jahr 2011 an der Positivo Universität in Brasilien. Sie ist aktives Mitglied der Royal Society of Medicine und British Medical Association. Alle Artikel von Dr. Fontana ansehen.

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