Erektionsstörungen Selbsthilfe

Aktuelle PDE-5-Hemmer in der Übersicht [2019]

Seit der Markteinführung von Viagra gelten PDE-5-Hemmer als erste Therapie-Option bei Erektionsstörungen. Aber was sind PDE-5-Hemmer genau und wie wirken Sie auf den Körper? Neben der Beantwortung dieser Fragen klären wir außerdem, welche PDE-5-Hemmer aktuell auf dem Markt sind und wo Sie sich die Präparate online legal verschreiben lassen können.

Was sind PDE-5-Hemmer?

Phosphodiesterase-5-Hemmer werden zur Behandlung von Erektionsstörungen eingesetzt. Sie verbessern die Durchblutung in den Penis und ermöglichen dem Patienten hierdurch eine harte, langanhaltende Erektion. PDE-5-Hemmer lassen sich in verschiedene Wirkstoffe unterteilen. Diese haben wiederum unterschiedliche Eigenschaften und unterscheiden sich hinsichtlich der Einnahme, Wirkungsdauer und den Nebenwirkungen.

Wie wirken PDE-5-Hemmer?

Im erschlafften Zustand enthält das Schwellkörpergewebe des Penis nur wenig Blut. Dafür sorgen die permanent angespannten Muskeln rund um die Blutgefäße. Diese schränken die Blutversorgung ein.

Sendet das Gehirn nun ein entsprechendes Signal, wird in den Muskelzellen das sogenannte zyklische Guanin-Monophosphat (cGMP) freigesetzt, woraufhin sich die Gefäßmuskeln entspannen. Die Folge: es fließt Blut in das Schwellkörpergewebe und der Penis wird hart.

Das Enzym Phosphodiesterase-5 (PDE-5) ist in diesem Zusammenhang der Gegenspieler vom cGMP. Es sorgt nämlich in der Regel dafür, dass cGMP wieder abgebaut wird.

An dieser Stelle kommen die PDE-5-Hemmer, wie z. B. Viagra oder Cialis ins Spiel. Diese unterbinden den Abbau von cGMP durch die Phosphodiesterase-5. Auf diese Weise steigt die Konzentration von cGMP und die Erektion wird lang anhaltender und härter.

Wichtig: Durch PDE-5-Hemmer kommt es nicht automatisch zu einer Erektion. Auch nach der Einnahme von Viagra und Co. muss eine sexuelle Stimulation gegeben sein.

Gibt es Unterschiede bei den Wirkungsweisen?

Ja. Wie zuvor bereits erwähnt gibt es bei den verschiedenen Wirkstoffen Unterschiede bezüglich Dosierung, der Zeit bis zum Eintritt der Wirkung und der Wirkungsdauer. Wie die einzelnen Präparate angewendet werden, können Sie der nachfolgenden Tabelle entnehmen.

Was sind sehr häufige Nebenwirkungen, bekannte Wechselwirkungen und Kontraindikatoren? 

Die häufigsten Nebenwirkungen von PDE-5-Hemmern haben wir Ihnen in der nachfolgenden Tabelle aufgelistet. Die hier enthaltenen Daten entstammen Studien (Porst, 2006; Goldstein, 2012) – hierbei kennzeichnet n die jeweilige Teilnehmerzahl. So können Sie sich leicht einen Überblick verschaffen, welche Nebenwirkungen durch PDE-5-Hemmer ergeben können.

PDE-5-Hemmer sollten Sie nicht zu sich nehmen, wenn Sie nitrat- oder molsidominhaltige Medikamente konsumieren. Diese Stoffe sind z. B. in Herz-Kreislauf-Medikamenten enthalten. Hier sollten Sie in jedem Fall Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker halten, um das Risiko einer Wechselwirkung auszuschließen.

Gerade wenn Sie unter schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden, sollten Sie PDE-5-Hemmer  nicht einnehmen. Warum? Nun, oft werden die körperlichen Anstrengungen beim Sex unterschätzt. Der durch Potenzmittel, wie Viagra und Co. wieder möglich gewordene Geschlechtsverkehr kann sich demnach als Überanstrengung auf Ihr Herz-Kreislauf-System auswirken.

Zahlt die Krankenkasse PDE-5-Hemmer?

Durch das Gesetz zur Modernisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung wurden alle Medikamente zur Behandlung von erektiler Dysfunktion aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen. PDE-5-Hemmer wie Cialis, Viagra, Spedra, Levitra und auch deren Generika werden daher nicht von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen. Wenn Sie privat versichert sind, hängt die Übernahme vom Vertragsinhalt ab. 

Tipp: PDE-5 Generika

Generika sind in diesem Zusammenhang eine gute Alternative, um Ihren Geldbeutel zu schonen. In Online Apotheken wie z. B. 121doc können Sie sich legal Generika online verschreiben lassen. Sie sparen sich somit nicht nur die langen Wartezeiten im Wartezimmer sondern auch das oft unangenehme Gespräch beim Arzt und Apotheker.

Warum die Rezeptausstellung in lizenzierten Online Apotheken legal ist, erfahren Sie unter: www.selbsthilfe-impotenz.org/potenzmittel-legal-online-kaufen/

Michael Scheffler

Michael Scheffler

Erster Vorsitzende, Selbsthilfe-Impotenz Interessengemeinschaft

Michael hat die Gruppe gegründet. Er ist verantwortlich für Kontakte zu anderen Gruppen, Institutionen und Medien.

Quellen und weitere Literatur

  • Deutsche Gesellschaft für Neurologie, Leitlinien für Diagnostik und Therapie der Erektilen Dysfunktion
    http://www.dgn.org/images/red_leitlinien/LL_2012/pdf/ll_82_2012_diagnostik_und_therapie_der_erektilen_dysfunktion.pdf
  • Studien zu PDE-5-Hemmer
    https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/j.1743-6109.2011.02629.x
    https://onlinelibrary.wiley.com/doi/pdf/10.1002/9780470755235.ch7
  • Kölner Studie zur Prävalenz (Häufigkeit) von Erektionsstörungen (2000)
    https://www.researchgate.net/publication/245698410_Die_Pravalenz_von_mannlichen_Erektionsstorungen_in_Deutschland_heute_und_in_der_Zukunft_-_The_prevalence_of_male_erectile_dysfunction_in_Germany_today_and_in_the_future_-
  • Patientenmobilität in der EU
    https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/p/patientenmobilitaetsrichtlinie.html § 73 des Arzneimittelgesetzes (AMG) http://www.gesetze-im-internet.de/amg_1976/__73.html
  • Sicherer Arzneimittelkauf im Internet
    https://www.bfarm.de/DE/Arzneimittel/Pharmakovigilanz/Versandhandel/_node.html
  • WHO – gefälschte Arzneimittel aus dem Internet (2010)
    https://www.who.int/bulletin/volumes/88/4/10-020410/en/
  • Zoll zum Thema Arzneimittelbestellung aus dem EU Ausland
    https://www.zoll.de/DE/Privatpersonen/Postsendungen-Internetbestellungen/Sendungen-innerhalb-der-EU/Einschraenkungen/Arzneimittel/arzneimittel_node.html